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Winterdienst: DIY vs. Professionell - Was lohnt sich wirklich?

Ein umfassender Vergleich von Kosten, Aufwand und Umweltaspekten mit interaktivem Kostenrechner

TREU Service Team
21. März 2025
10 min + Rechner

Wenn der Winter kommt, stellt sich für Hausbesitzer und Mieter gleichermaßen die Frage: Soll ich den Winterdienst selbst erledigen oder lieber einen professionellen Dienstleister beauftragen? In diesem ausführlichen Vergleich beleuchten wir alle wichtigen Aspekte – von den Kosten über den Zeitaufwand bis hin zu praktischen Überlegungen – um Ihnen eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten.

DIY-Winterdienst: Was benötigen Sie?

Wenn Sie sich für den DIY-Winterdienst entscheiden, benötigen Sie eine grundlegende Ausrüstung. Die Anschaffungskosten variieren je nach Flächengröße und Anspruch an die Qualität.

1
Sicherheitsmaßnahmen

Bevor Sie mit dem Winterdienst beginnen, ist es wichtig, die Sicherheit an erste Stelle zu setzen:

Rutschfeste Schuhe: Tragen Sie Schuhe mit einer guten Profilsohle, um ein Ausrutschen auf glatten Flächen zu vermeiden.
Warme Kleidung: Ziehen Sie sich warm und wasserdicht an, um vor Kälte und Nässe geschützt zu sein. Handschuhe, Mützen und Schals sind ebenfalls empfehlenswert.
Beleuchtung: Wenn Sie bei Dunkelheit arbeiten müssen, stellen Sie sicher, dass der Arbeitsbereich gut beleuchtet ist, um Unfälle zu vermeiden.

2
Planung

Eine gute Planung ist entscheidend, um den Winterdienst effizient durchzuführen:

Zeitplan: Erstellen Sie einen genauen Zeitplan, wann und wie oft Sie die Schneeräumung und Streuung durchführen. Besonders bei starkem Schneefall ist es wichtig, regelmäßig zu räumen.
Helfer: Wenn Sie Hilfe benötigen, fragen Sie frühzeitig Freunde, Familie oder Nachbarn. Ein zusätzlicher Helfer kann die Arbeit erleichtern und beschleunigen.
Kontrolle & Überwachung: Überwachen Sie kontinuierlich die Wetterbedingungen und reagieren Sie schnell auf Schneefall, Glätte oder andere winterliche Witterungsverhältnisse.

3
Werkzeuge

Schaufel: Eine robuste Schneeschaufel aus Metall. Für den nächtlichen Einsatz eine robuste Holzschaufel ohne Metalleiste um Lärm zu minimieren.
Schneeschieber: Stabil und effizient, besonders für größere Schneemengen auf Gehwegen und Einfahrten. Varianten aus Metall sind ideal für härteren Schnee.
Schneeade: Ein speziell für schmale Gehwege entwickelter Schneeschieber, der enge Flächen schnell und präzise freiräumt.
Streuwagen: Ein Streuwagen hilft, Salz und Streugut gleichmäßig zu verteilen, was besonders auf größeren Flächen wie Parkplätzen wichtig ist.
Schneekehrmaschine: Benzinbetriebene Modelle sind ideal für lange Flächen, die schwer zugänglich sind. Sie halten länger durch als akkubetriebene Maschinen.
Kehrbesen: Perfekt, um nach der Wintersaison den Streusplitt aufzufegen und Flächen zu reinigen.
Pkw im Winterdienst: Wenn Sie einen Pkw für den Winterdienst nutzen, können Sie einen Schneepflug vorne und einen Streuwagen hinten anbringen. Achten Sie auf die Eignung der Geräte.

Kostenvergleich: DIY vs. professioneller Winterdienst

Ein zentraler Aspekt bei der Entscheidung zwischen Eigenleistung und professionellem Winterdienst sind die Kosten. Hier bieten wir einen detaillierten Vergleich für verschiedene Grundstücksgrößen.

Kostenfaktoren für den DIY-Winterdienst

Einmalige Kosten (Ausrüstung)
Schneeschieber:30-60 €
Schneeschaufel:25-40 €
Streuwagen (optional):60-120 €
Winterkleidung/Handschuhe:60-150 €
Schneefräse (optional):300-1.500 €
Gesamt (Basis):115-250 €
Laufende Kosten (pro Saison)
Streumittel:0,30-2,50 € pro kg
Kleinere Reparaturen:~15 €
Zeit (15-20 Einsätze):30-100 Stunden
Wert der Zeit (25 €/h):750-2.500 €
Saison (ohne Zeitwert):65-120 €

Kosten für professionellen Winterdienst (Marktpreise 2025)

Einrichtungsgebühr (einmalig):80-120 €
Bereitschaftspauschale:20-100 € pro Monat
Kosten pro Einsatz (kleine Fläche):30-50 €
Kosten pro Einsatz (mittlere Fläche):50-80 €
Kosten pro Einsatz (große Fläche):80-130 €

Gesamtkosten für eine Saison (15-20 Einsätze):

Kleine Fläche
800-1.200 €
Mittlere Fläche
1.000-1.700 €
Große Fläche
1.500-2.800 €

Aktuelle Marktpreise 2025 - Fallbeispiel

Für ein typisches Mehrparteienhaus mit einem Fußweg, einer Einfahrt und einem kleinen Parkplatz (insgesamt 60 m²) liegen die Kosten für professionellen Winterdienst bei durchschnittlich:

  • Einrichtungsgebühr: 90 €
  • Preis pro m²: 2 € für maschinelle Räumung
  • Bereitschaftspauschale: 40 € pro Monat (200 € für 5 Monate)
  • Bei 15 Einsätzen pro Saison: 15 × 60m² × 2€/m² = 1.800 €
  • Gesamtkosten erste Saison: ca. 2.090 €

Die DIY-Alternative würde kosten:

  • Basisausrüstung: 200 €
  • Streumittel: 60 € pro Saison
  • Zeitaufwand: ca. 45 Stunden pro Saison
  • Gesamtkosten erste Saison: ca. 260 € (ohne Zeitbewertung)
  • Bei Bewertung der Arbeitszeit mit 25€/h: zusätzlich 1.125 €

Interaktiver Kostenrechner

Nutzen Sie unseren interaktiven Rechner, um die Kosten für Ihre spezifische Situation zu ermitteln. Passen Sie die Parameter an Ihre Bedürfnisse an.

Kosten-Rechner: DIY vs. Professioneller Winterdienst
Berechnen Sie, was für Ihre Situation kostengünstiger ist
Minimum (1.000m²)Mittel (5.000m²)Groß (10.000m²)
Selten (5)Durchschnitt (15)Häufig (40)

Vor- und Nachteile im Überblick

DIY-Winterdienst

Vorteile

  • Zeitlich flexibel einsetzbar
  • Langfristig kostengünstiger
  • Individuelle Streumittelwahl
  • Keine Abhängigkeit von externen Dienstleistern

Nachteile

  • Hoher Zeitaufwand (ca. 30-100 Stunden pro Saison)
  • Physisch anstrengend
  • Früh aufstehen bei Schneefall nötig
  • Eigenverantwortung für Qualität
  • Rechtliches Risiko bei mangelhafter Durchführung

Professioneller Winterdienst

Vorteile

  • Professionelle Ausführung
  • Zeitsparend für Sie
  • Haftungsübernahme durch den Dienstleister
  • Auch bei Abwesenheit gesichert
  • Einsatz professioneller Geräte und Techniken

Nachteile

  • Höhere laufende Kosten
  • Abhängigkeit vom Serviceanbieter
  • Begrenzte Kontrolle über Zeitpunkt
  • Möglicherweise standardisierte Streumittelwahl

Entscheidungshilfe: Wann lohnt sich welche Option?

Die richtige Wahl hängt von verschiedenen persönlichen Faktoren ab:

DIY-Winterdienst empfehlenswert bei:

  • Kleinen bis mittleren Flächen (bis ca. 100 m²)
  • Guter körperlicher Fitness und gesundheitlicher Verfassung
  • Flexiblen Arbeitszeiten oder Home-Office
  • Geringem oder mittlerem Schneeaufkommen in Ihrer Region
  • Wenn Sie ohnehin früh aufstehen und Zeit haben

Professioneller Winterdienst empfehlenswert bei:

  • Größeren Flächen (über 100 m²)
  • Eingeschränkter Mobilität oder gesundheitlichen Einschränkungen
  • Berufstätigkeit mit wenig zeitlicher Flexibilität
  • Häufiger Abwesenheit oder Reisen
  • Erhöhtem Haftungsrisiko (z.B. bei Geschäftsgrundstücken)
  • Regionen mit starkem Schneeaufkommen

Umweltaspekte

Neben Kosten und Aufwand spielen auch Umweltaspekte bei der Winterdienstentscheidung eine Rolle. Professionelle Dienste verfügen oft über effizientere Geräte und optimierte Streumethoden, während beim DIY-Ansatz die freie Wahl umweltfreundlicher Streumittel möglich ist.

Detaillierte Informationen zu umweltfreundlichen Streumitteln und deren Vor- und Nachteilen finden Sie in unserem separaten Artikel:Streumittel-Vergleich 2025 mit interaktivem Bedarfsrechner

Rechtliche Hinweise

Unabhängig davon, ob Sie selbst räumen oder einen Dienstleister beauftragen – als Eigentümer bleiben Sie für die ordnungsgemäße Erfüllung der Räumpflicht verantwortlich. Bei Beauftragung eines professionellen Dienstes sollten Sie auf einen schriftlichen Vertrag mit klaren Leistungsbeschreibungen und Haftungsregelungen bestehen.

Wichtig: Die Räum- und Streupflicht sowie die zeitlichen Vorgaben variieren je nach Bundesland und Kommune. Für detaillierte rechtliche Informationen und regionale Besonderheiten lesen Sie bitte unseren ausführlichen Artikel:Räumpflicht-Guide 2025

Fazit

Die Entscheidung für DIY-Winterdienst oder einen professionellen Service hängt letztlich von Ihren individuellen Umständen ab. Während der Selbst-Winterdienst langfristig kostengünstiger sein kann, bietet die professionelle Lösung erhebliche Zeitersparnis und rechtliche Sicherheit.

Für kleine Flächen und Personen mit flexiblen Zeitplänen kann DIY die wirtschaftlichere Option sein. Für größere Flächen, Personen mit begrenzter Zeit oder körperlichen Einschränkungen und in Regionen mit starkem Schneefall überwiegen oft die Vorteile eines professionellen Dienstes.

Mit unserem Kostenrechner können Sie einen ersten Überblick gewinnen, welche Option für Ihre spezifische Situation wirtschaftlicher ist. Berücksichtigen Sie neben den reinen Kosten aber auch den Zeitaufwand und Ihren persönlichen Komfort in Ihrer Entscheidung.

Letzte Aktualisierung: 21. März 2025
Experten-Tipp

Wer den Winterdienst selbst erledigen möchte, sollte bei der Anschaffung der Ausrüstung auf Qualität achten. Ein ergonomischer Schneeschieber mit verstellbarem Stiel schont den Rücken und macht die Arbeit effizienter.

Besonders wichtig: Bereiten Sie sich rechtzeitig auf den Winter vor! Beschaffen Sie Streumittel und Equipment bereits im Herbst – bei Wintereinbruch sind die Preise höher und die Verfügbarkeit schlechter.

Professionellen Winterdienst beauftragen?

Überlassen Sie den Winterdienst unseren Experten und genießen Sie sorgenfreie Wintertage. Wir bieten:

  • Zuverlässigen Räum- und Streuservice
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